Veröffentlicht am 12. August 2026
Förderhöhe und Fördermenge bestimmen die richtige Brunnenpumpe. Willinger Pumpsysteme erklärt, worauf es ankommt.
Einstieg: Worum geht es und für wen?
Sie haben einen Bohrbrunnen oder planen, einen bohren zu lassen, und fragen sich, welche Brunnenpumpe die richtige ist? Die Antwort liegt in zwei Kennzahlen: Förderhöhe und Fördermenge. Diese beiden Werte entscheiden darüber, ob eine Pumpe für Ihren Brunnen taugt oder nicht — und ob sie wirtschaftlich läuft. Ein Brunnenbohrer in Niederösterreich muss diese Werte kennen, bevor überhaupt eine Pumpe bestellt wird. Dieser Ratgeber erklärt, was dahintersteckt, wie man diese Zahlen ermittelt und worauf bei der Pumpenauswahl zu achten ist.
Was ist Förderhöhe und warum ist sie entscheidend?
Die Förderhöhe ist der Höhenunterschied, den eine Pumpe das Wasser überwinden muss. Sie setzt sich aus zwei Teilen zusammen: der statischen Förderhöhe und der dynamischen Förderhöhe. Die statische Förderhöhe ist der Abstand vom Grundwasserspiegel bis zur Oberfläche oder zum höchsten Punkt, wohin das Wasser befördert werden soll. Liegt der Grundwasserspiegel etwa 8 Meter unter der Geländeoberfläche, beträgt die statische Förderhöhe mindestens 8 Meter. Die dynamische Förderhöhe kommt hinzu, wenn Wasser entnommen wird: Der Wasserspiegel im Brunnen sinkt ab, weil die Pumpe schneller entnimmt, als Grundwasser zufließt. Dieser Absenkungsbetrag ist die Pumpenförderhöhe zusätzlich zu überbrücken. Im Praxisfall kann eine Pumpe daher 8 Meter statische Höhe plus 2 bis 3 Meter dynamische Absenkung verkraften müssen — insgesamt also rund 11 Meter. Eine zu schwache Pumpe würde das Wasser gar nicht oder nur tröpfelnd an die Oberfläche bringen. Eine überdimensionierte Pumpe verschlingt Strom und nutzt sich schneller ab. Der Brunnenbohrer ermittelt diese Werte beim Bohren und bei der Testförderung.
Was ist Fördermenge und wie hängt sie mit der Pumpe zusammen?
Die Fördermenge ist die Wassermenge, die eine Pumpe pro Stunde oder pro Minute abgeben kann — gemessen in Kubikmetern oder Litern. Jeder Bohrbrunnen hat eine Ergiebigkeit: Das ist die maximale Menge Wasser, die der Grundwasserleiter in einer bestimmten Zeit nachliefert. Wenn ein Brunnen beispielsweise 5 Kubikmeter pro Stunde ergiebig ist, nützt eine Pumpe mit 10 Kubikmetern Stundenleitstung nichts — sie würde zu schnell leerlaufen und Luft fördern. Umgekehrt: Wenn Sie einen Garten mit 3.000 Quadratmetern bewässern oder ein Hauswasserwerk speisen wollen, reicht eine Pumpe mit 1 Kubikmeter pro Stunde nicht aus. Die richtige Fördermenge liegt immer zwischen dem, was der Grundwasserleiter hergibt, und dem, was Sie brauchen. Ein Brunnenbohrer in Niederösterreich führt bei der Testförderung eine Pumpprobe durch: Er lässt die Pumpe unter verschiedenen Bedingungen laufen und misst, wie der Wasserspiegel reagiert. So wird die echte Ergiebigkeit festgestellt.
Wie werden Förderhöhe und Fördermenge in der Praxis gemessen?
Die Ermittlung dieser Werte ist Aufgabe des Bohrfachmanns. Beim Bohren wird zunächst der Grundwasserspiegel festgestellt — das ist der erste Anhalt für die statische Förderhöhe. Nach dem Ausbau des Brunnens folgt eine Testförderung oder Pumpprobe. Dabei wird eine Testpumpe eingebaut, und es wird in verschiedenen Phasen Wasser gefördert. Der Brunnenbohrer misst kontinuierlich, wie der Wasserspiegel sinkt und wie schnell er sich wieder erholt. Aus diesen Daten errechnet sich die maximale Fördermenge ohne zu starken Absenkungsbetrag. Parallel wird beobachtet, ob das Wasser klar läuft oder noch Sand mit sich führt. Ein hoher Sandgehalt deutet auf einen schlechten Ausbau oder eine ungünstige Bohrtechnik hin. Nach der Testförderung liegt eine fundierte Grundlage vor: Der Brunnenbohrer weiß genau, welche Pumpe passt. Diese Messungen sind nicht optional, sondern fachlich notwendig. Sie schützen auch Sie davor, später eine zu teure oder unwirtschaftliche Pumpe zu kaufen.
Worauf es in der Praxis ankommt
In der Praxis zeigt sich oft, dass Förderhöhe und Fördermenge nicht exakt vorauszusagen sind. Der Grundwasserspiegel kann je nach Jahreszeit und Witterung schwanken: Im Sommer sinkt er oft ab, im Frühjahr nach der Schneeschmelze steigt er wieder. Ein Brunnenbohrer muss daher mit realistischen Szenarien rechnen und eine Pumpe wählen, die auch in trockenen Perioden noch zuverlässig läuft. Ein zweiter Punkt: Die Rohrleitungen vom Brunnen zum Verbrauchsort spielen eine Rolle. Je länger die Leitung und je mehr Höhenunterschiede zu überwinden sind, desto höher die Reibungsverluste. Eine 100 Meter lange Leitung mit Steigungen verlangt eine stärkere Pumpe als eine kurze Leitung. Der Brunnenbohrer kalkuliert diese Druckverluste ein. Auch die Wasserqualität zählt: Wenn sich Sand in die Pumpe setzt, verstopft sie oder verschleißt schneller. Ein sauberer Brunnenausbau mit moderner Verrohrung und Filterung ist daher nicht Luxus, sondern Voraussetzung für lange Pumpenhaltbarkeit. Bei einem Nutzwasserbrunnen für Garten oder Hof kann man oft mit bescheideneren Werten arbeiten als bei einem Trinkwasserbrunnen für das Haus. Die Anforderungen unterscheiden sich, und der Brunnenbohrer berät hier individuell.
Häufige Fehler und wie man sie vermeidet
Fehler 1: Pumpe blind nach Angebotspreisen kaufen. Manche Hausbesitzer bestellen eine Brunnenpumpe im Internet, ohne vorher die Förderhöhe und Fördermenge des Brunnens zu klären. Das Ergebnis: Die Pumpe passt nicht, oder das Wasser reicht vorne und hinten nicht aus. Die Lösung: Vor dem Pumpenkauf immer einen Brunnenbohrer kontaktieren, der den Brunnen prüft und ausmisst. Willinger Pumpsysteme baut keine Pumpe ein, ohne diese Prüfung gemacht zu haben.
Fehler 2: Größer ist besser. Es lockt die Vorstellung, eine kräftigere Pumpe zu wählen als nötig, damit auch in trockenen Jahren alles läuft. Aber eine überdimensionierte Pumpe kostet mehr Strom, nutzt sich schneller ab und kann den Brunnen überfordern. Statt dessen kann man mit einer bedarfsgerechten Pumpe arbeiten und bei kritischen Zeiten sparen oder ein Hauswasserwerk mit Speicher nutzen, das die Spitzen abfedert. Die Lösung: Das Pumpengewerk und die Brunnenergiebigkeit aufeinander abstimmen, nicht einfach überrechnen.
Fehler 3: Wasserspiegel und Ergiebigkeit nicht fortlaufend beobachten. Nach dem Brunnenausbau gilt: Die Pumpprobe ist eine Momentaufnahme. Wer über Jahre hinweg das gleiche Wasser entnimmt wie gemessen, kann plötzlich feststellen, dass der Grundwasserspiegel langfristig sinkt oder dass sich Sediment in der Brunnensumpfzone abgelagert hat. Die Lösung: Regelmäßige Wartung und Kontrolle. Willinger Pumpsysteme prüft Brunnen auch nach Jahren noch einmal nach und berät, ob die Pumpe noch passt oder ob Reinigung und Sanierung nötig sind.
Darum zu Willinger Pumpsysteme
Willinger Pumpsysteme befasst sich seit 1986 ausschließlich mit Brunnenanlagen. Das heißt: Beim Bohren ermitteln wir Förderhöhe und Fördermenge nicht aus dem Lehrbuch, sondern mit den Messgeräten vor Ort. Unser 6-köpfiges Team führt die Testförderung durch, wertet die Daten aus und zeigt Ihnen schwarz auf weiß auf, was Ihr Brunnen leistet. Danach wählen wir aus hochwertige Edelstahlpumpen namhafter Hersteller aus — keine billigen Massenprodukte, sondern Pumpen, die haltbar sind. Der Einbau erfolgt fachgerecht, mit guter Verrohrung und Brunnenabschluss, damit das Wasser sauber bleibt. Falls Sie bereits einen älteren Brunnen haben und unsicher sind, ob die Pumpe noch passt oder die Förderung gesunken ist, führen wir auch Nachprüfungen und Brunnensanierungen durch. Im Waldviertel, Weinviertel, in Wien, ganz Niederösterreich und Burgenland sind wir unterwegs. Kontaktieren Sie uns unverbindlich — ein Brunnenbohrer kommt vorbei, schaut sich an, was ist, und berät ehrlich, was Sinn macht.
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WPS – Willinger Pumpsysteme · Limberg, Niederösterreich · Beratung unverbindlich
🛡️ Wellprotector – Eigenentwicklung · Österr. Patent Nr. 413.400 (2006)